Online-Veranstaltung: Gamifizierter Antisemitismus

Gaming und insbesondere die sich darum bildende Community kann ein Ort sein, um in eine neue Welt einzutauchen, sich zu vernetzen und zugehörig zu fühlen. Ob mit einer App auf dem Smartphone, auf dem PC oder einer Playstation, Gaming als Beruf und als Hobby sind nicht mehr wegzudenken. Dabei gibt es jedoch auch Spiele und Teile der Gaming-Community, die antisemitische Codes, Verschwörungsmythen oder Inhalte für sich nutzen. In der gemeinsamen Online-Fortbildung der Fachstelle Antisemitismus Brandenburg (fab) und der Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern (DIA.MV) wird dieser Bereich beleuchtet. Dafür werden Constantin Winkler (RadiGaMe – Radikalisierungsprozesse und Präventionsmaßnahmen auf Gaming Plattformen: Analyse und Wissenstransfer) und Mick Prinz (Good Gaming– Well Played Democracy) Einblicke in Antisemitismus im Gaming geben, als auch aufzeigen, wie Gegenbeispiele aussehen können. Neben den fachlichen Inputs steht der gemeinsame Austausch der Teilnehmenden im Fokus. 

Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator:innen, Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen und Interessierte. 

Datum: 22.05.2024 
Uhrzeit: 16:30 – 19:30 Uhr 
Ort: Die Veranstaltung findet online statt (Zoom). 

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung. 

Anmeldung unter: https://easy-feedback.de/umfrage/1823232/8DNDgz 

Informationen zu den Referenten:  

Mick Prinz ist Sozialwissenschaftler aus Berlin und leitet das Projekt „Good Gaming – Well Played Democracy“ der Amadeu Antonio Stiftung. Sein Schwerpunkt ist die Instrumentalisierung der Gaming-Kultur durch die extreme Rechte, sowie die Verbreitung von Hass und toxischem Verhalten in Videospielwelten. 

Constantin Winkler ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt RadiGaMe am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF). Er forscht zu Antisemitismus und Radikalisierung in Communities digitaler Spiele. Seine Schwerpunkte sind Antisemitismusforschung, Kultursoziologie und Kritische Theorie. Constantin Winkler hat Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Panteion-Universität Athen studiert. In der Vergangenheit arbeitete er unter anderem als Projektleiter für Antisemitismusthemen. 

Online-Veranstaltung: Rechtsrock und Antisemitismus

Die Fachstelle Antisemitismus Brandenburg und die Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern laden zu einer gemeinsamen Online-Fort- und Weiterbildungsveranstaltung zum Thema „Rechtsrock und Antisemitismus“ ein.

Im Anschluss an einen einführenden Vortrag durch Dr. Christoph Schulze vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V. werfen wir mit weiteren Referent:innen aus Mecklenburg-Vorpommern (Oliver Kreuzfeld, Endstation Rechts) und Brandenburg (Laura Schenderlein, Historikerin und Beraterin beim Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenarbeit demos) einen Blick darauf, wie antisemitische Inhalte in einschlägigen Songs transportiert werden und wie sich die Aktivitäten der Szene in den beiden Bundesländern und darüber hinaus darstellen. Gemeinsam wollen wir u.a. erfolgreiche Interventionsstrategien diskutieren und ein Angebot zur Vernetzung schaffen.

Termin: 07.11.2023 / 14 – 17 Uhr

Die Veranstaltung findet online statt (Zoom).
Anmeldung unter: https://easy-feedback.de/umfrage/1729057/r3tMCz

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung.

Veranstaltungsreihe „Antisemitismus die Stirn bieten“

Am 19. Oktober 2022 startete die mehrwöchige Veranstaltungsreihe „Antisemitismus die Stirn bieten – Wissen und Kompetenzen stärken“ unter Mitwirkung von DIA.MV.

Antisemitismus ist ein Phänomen, welches überall dort auftritt, wo Menschen zusammen kommen – sei es in der Schule, am Arbeitsplatz oder in den sozialen Netzwerken. Um Antisemitismus wirkungsvoll begegnen zu können, ist Wissen um dessen Erscheinungsformen sowie deren Codes und Chiffren unbedingt erforderlich. Das übergeordnete Ziel der Veranstaltungsreihe war es dementsprechend (angehende) Lehrkräfte, Studierende und Interessierte über Erscheinungsformen und Wirkungsweisen von Antisemitismus aufzuklären sowie mögliche Handlungsfelder zu erarbeiten.

Inhalte

Die in der Veranstaltungsreihe bearbeiteten Themen reichten so weit, wie das Feld der Antisemitismusforschung: Von Verschwörungsnarrativen, zu Gangsta Rap und israelbezogenen Antisemitismus. Da Schule als sozialer Raum im Fokus stand, wurde sich auch der Herasuforderungen schulischer Wissensvermittlung zum Thema Holocaust und Antisemitismus angenähert. Auch die Frage, wie eine sichere Schule für Jüdinnen und Juden geschaffen werden kann, wurde diskutiert. Zudem richtete die Reihe einen Blick auf vergangenes und aktuelles jüdisches Leben in Rostock. Im Rahmen eines Rundgangs in der Synagoge beantworteten der Gemeindevorsitzdende und der Landesrabbiner Fragen von Interessierten. Schließlich wurden auch Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern als außerschulische Lernorte betrachtet.

Ausblick

Wir freuen uns, dass das erstmalige Angebot von zahlreichen Studierenden und Interessierten angenommen wurde. Wir bedanken uns, für anregende Diskussionen in diesem Rahmen.

Einen besonderen Dank möchten wir auch an unsere Kooperationspartner:innen richten: Die Stabstelle politische Bildung an der Universität Rostock, das IQ M-V, die Landeszentral für politische Bildung, der StuRa der Universität Rostock, das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung, das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten sowie das Landesprogramm Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken.

Die Veranstaltungen wurden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von Demokratie leben sowie der Europäischen Union.